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Ausgabe 20 vom 15. Oktober 2003


Musik begeistert: Namhafte Schweizer Popgrössen sorgten am «Church-Air» in Küsnacht für gute Stimmung. (Bild: Otto Etter)

Popmusik statt Bettagspredigt

«Church-Air» – Zum vierten Mal fand in Küsnacht ein grosser Benefiz-Event statt: Am «Church-Air» traten 17 Popgruppen und vier Prominente aus dem Schweizer Showbusiness auf.

Von Anja Buckenberger

Mega cool» findet die 12-jährige Florine das diesjährige «Church-Air» und zeigt stolz ihre Autogrammkarten, die sie bereits ergattert hat: von der Schweizer Popgruppe Posh, der Liveband Lynx, Sanja Shane, Eve Kay und vom Gospelsinger Broadnax. Den kennt sie schon vom letzten «Church-Air». «Er sorgt immer für eine super Stimmung.»

40 Jugendliche helfen mit

Bereits zum vierten Mal führten am Bettag in Küsnacht die reformierte Kirchgemeinde, die Katholiken und die politische Gemeinde den Benefiz-Event durch, der trotz des heissen Wetters von rund 600 Leuten besucht wurde. Dem Organisationsteam um den Küsnachter Pfarrer Andrea Marco Bianca gelang es auch dieses Jahr, namhafte Schweizer Popgrössen nach Küsnacht zu holen.

«Mit Popmusik erreicht man auch Menschen, die sonst nie zu kirchlichen Anlässen kommen», meint Bianca, selbst begeisterter Popmusik-Fan. Auch die über 40 Jugendlichen, die zum Organisationsteam gehören, hätten sonst wenig Bezug zur Kirche. «Ich helfe mit, weil es eine lässige Party mit guter Stimmung ist», meint Philipp (16), einer der Freiwilligen.

Mut kommt von innen

Dieses Jahr stand das Thema «Mut» im Zentrum des Benefiz-Konzerts. Doch gepredigt werde beim «Church-Air» nicht, dafür aber nachgefragt, so Bianca. Zusammen mit Fiammetta Devecchi moderierte er den Event und interviewte die Auftretenden zum Thema «Mut». Besonders gespannt war das Publikum auf die «Special guests». Schweizer Prominente wie die Miss Schweiz 2001, Jennifer Ann Gerber, und der «Schweiz aktuell»-Moderator Oliver Bono standen Rede und Antwort. «Mut kommt von innen», meinte Jennifer Ann Gerber. Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, bete sie jeweils am Abend.

Alle beim «Church-Air» auftretenden Künstler verzichteten auf eine Gage. «Die meisten haben spontan zugesagt, weil es für einen guten Zweck ist», erzählt Susan Orus, die nicht nur selbst als Sängerin auf der Bühne stand, sondern auch die musikalische Organisation übernahm. Der Erlös des Benefiz-Events geht an das schweizerisch-rumänische Hilfswerk «Podul» für Strassenkinder in Bukarest. «Das haben die Jugendlichen vom Organisationsteam entschieden», sagt Pfarrer Bianca. «Im Vergleich zu den Kindern in Rumänien führen wir hier in der Schweiz ein absolutes Luxusleben», meint die 15-jährige Livia, «ich bin froh, dass ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten kann, damit diese Kinder eine bessere Zukunft haben.»

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