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Ausgabe 10 vom 14. Mai 2008 «Hoffentlich kein weiteres seichtes Heftli» Adieu Kirchenbote – Die letzte Nummer mit dem Titel «Kirchenbote» liegt vor. Was bedeutet das für die Lesenden, und was erwarten diese vom neuen «reformiert.»? Patrice de Mestral gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Zürcher Kirche. Bis heute ist für den Theologen der Einsatz für die Kirche zentral. Dementsprechend gehört auch der «Kirchenbote» für ihn «einfach dazu». «Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es die Zeitung in dieser Form nicht mehr geben soll», meint de Mestral bedauernd. Und er kommt ins Schwärmen, wenn er von Höhepunkten in der Geschichte des «Kirchenboten» erzählt: «Es gab dort immer wieder Personen, die waren so etwas wie Leuchttürme in der Kirche. So zum Beispiel der langjährige ehemalige Chefredaktor Hans Heinrich Brunner.» Sie hätten die wichtigen Themen von Kirche und Gesellschaft angesprochen und Stellung bezogen, auch gegen den Strom. Christliche Werte Ähnlich wie de Mestral versteht auch Lilo Brunner, die Witwe des ehemaligen Chefredaktors Hans Heinrich Brunner, den «Kirchenboten». Bis heute fühlt sie sich der Zeitung verbunden – «wie könnte es anders sein, ich war durch meinen Mann voll mit eingebunden!». Und sie erinnert sich: «Ihm ging es nicht darum, irgendeine Zeitung zu schreiben. Für ihn stand hinter aller Arbeit eine Vision: die einer lebendigen kirchlichen Gemeinschaft, die sichtbar in der Welt auftritt und christliche Werte in die Praxis umsetzt.» «Einfach super» Jüngeren Menschen hingegen scheinen Stil und Layout von «reformiert.» zu entsprechen. «Ich finde es gelungen, einen Aufbruch zu Neuem!», freut sich der Theologe und PR-Berater Philipp Zimmermann. Eine riesige Chance sei auch die neue Auflage von 700 000 Exemplaren. «Damit wird die neue Kirchenzeitung zu einer gewichtigen Stimme», ist er überzeugt.
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